DE
DE
CasaLasDunas
CasaLasDunas
Nachrichten
18 September 2018

Was unterscheidet die Spanier von den Deutschen?

Der kühle beherrschte Deutsche, der Wert auf Ordnung, Sauberkeit und Pünktlichkeit legt, unterscheidet sich von dem feurigen Spanier, der das Lebensgefühl mehr in den Mittelpunkt des Tagesablaufes stellt, in vielerlei Hinsicht. Die Lebensstile der Einheimischen sind in vielen Bereichen zwar unähnlich, jedoch ist das generelle Verhältnis zwischen den Nationen von Freundschaft geprägt, sei es auf politischer, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Ebene, es gilt: Unterschiede ja, Streitigkeiten in der Regel nein.

Spanien und Deutschland – zwei Länder, zwei Lebensstile:

Dass die Spanier andere Essgewohnheiten sowie andere Arbeitszeiten haben, das ist wohl jedem bekannt. Aber worin unterscheiden sich die Deutschen und die Spanier sonst noch?

Begrüßung
Schon bei der Begrüßung verhalten sich die Bürger der zwei Nationen unterschiedlich. Während die Deutschen bei einer Begrüßung in der Regel einen simplen Handschlag geben, ist ein „Beso“ (Küsschen) zur Begrüßung eine typische Gepflogenheit. Der Trend geht aber auch in Deutschland zu einer etwas wärmeren Begrüßung, etwa mit einer kurzen Umarmung.

Kindererziehung
In Sachen Kindererziehung gelten ebenfalls andere Maßstäbe. Eine strenge und tadellose Erziehung gilt in Deutschland zwar als eher veraltet, grundsätzlich ist diese Richtung aber immer noch erwünscht. In Spanien hingegen färbt die Mentalität der Gelassenheit ebenfalls auf die Kindererziehung ab. Regeln und Vorgaben werden oftmals lockerer gehandhabt. Familien inklusive Kindern gehen des Öfteren auch zu später Stunde noch zum Essen oder verfolgen sportliche und familiäre Aktivitäten.

Religion
Auch in Religionsfragen sind sich Spanier und Deutsche ähnlicher als vermutet. Geprägt vom Christentum besitzt in Spanien besonders der ländliche Raum noch einen starken Einfluss der römisch-katholischen Kirche im Alltag. In den Städten spielt die Kirche jedoch nur noch eine untergeordnete Rolle, trotz einer Bevölkerung, von denen rund 90 Prozent römisch-katholisch getauft sind.
In Deutschland sinkt der Einfluss der Kirche ebenfalls stark in den Ballungsräumen und Städten, aber auch die ländlichen Gegenenden haben mit vermehrten Austritten aus der Kirche zu kämpfen. Grundsätzlich ist Deutschland ebenfalls geprägt vom christlichen Abendland. Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchen ist in etwa gleichverteilt. Als Einwanderungsland nehmen aber auch andere Religionen, besonders der Islam, einen immer höheren Stellenwert in der Gesellschaft ein.

Urlaubsziele
Neben dem eigenen Land ist Spanien das Urlaubsziel Nummer eins der Deutschen. Seien es die Balearen, die kanarischen Insel oder das Festland, Spanien lockt mit einer Vielzahl von attraktiven Reisezielen. Von Kulturreisen über Actiontrips bis hin zum reinem Strand- und Hotelurlaub sind verschiedenste Destinationen bei deutschen Reisenden beliebt. Wie sehr Spanien bei den Deutschen gefragt ist, zeigt unter anderem die Bezeichnung der spanischen Insel Mallorcas als das 17. deutsche Bundesland. Ganz gegensätzlich verhält sich das Reisemuster der Spanier. Fernreisen gelten eher als Ausnahme. Der Anteil der Urlauber, die in ihrem Heimatland bleiben, ist in keinem anderen europäischen Land höher als in Spanien. Die spezielle Lage des Landes zwischen Atlantik und Mittelmeer bietet dementsprechend viele verschiedene Reiseziele.